P 24. Juni 2017+ Anton Korduan
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Das Marketing für Ihren Onlinekurs

Damit Sie wirklich mit passenden Teilnehmern starten können

Informationen zum Gastautor

Marit Alke hilft Coaches, Beratern und Dienstleistern dabei, ein nachhaltig erfolgreiches Onlinekurs-Business aufzubauen.

Weitere Informationen finden Sie am Ende dieses Artikels und auf www.marit-alke.de.


Wie vermarkten Sie Ihren Onlinekurs so, dass wirklich die richtigen Teilnehmer an Bord kommen? Und wie gestalten Sie Ihr Marketing so, dass Ihnen schon der Prozess des Marketings Freude macht und kein notwendiges Übel ist?

Das ist möglich - und eröffnet gerade denjenigen Selbständigen, die wirklich etwas bewegen wollen in dieser Welt großartige Möglichkeiten! In diesem Artikel zeige ich Ihnen, was auch meine Kunden von mir lernen: Wie Sie mit beziehungsorientiertem Marketing in Verbindung mit kostenlosen, wertvollen Inhalten auf ganz natürliche Art und Weise “die Spreu vom Weizen” trennen können für Ihren Kurs. Wie Sie den Launch und die Phasen davor so gestalten, dass dann auch wirklich zahlende (Pilot-)Teilnehmer an Bord kommen.

Bevor ich loslege, Ihnen diesen Prozess zu skizzieren, sollten wir ein paar Dinge klären. Denn unter einem Onlinekurs versteht jeder etwas anderes. Meine Zielgruppe sind Coaches, Berater, Trainer und Dienstleister, die Selbstzahler mit ihrem Marketing erreichen wollen (im Gegensatz zu Trainern, die im Auftrag eines Unternehmens ein Onlinetraining entwickeln). Außerdem habe ich vor Augen, dass Sie als Trainer oder Coach Ihre Teilnehmer aktiv in dem Lernprozess begleiten werden - ob als Gruppe oder einzeln. Also, dass es um einen betreuten bzw. begleiteten Onlinekurs geht - im Gegensatz zu einem Selbstlernkurs.

Letzteres ist eine wichtige Unterscheidung, denn das Marketing für Selbstlernkurse folgt einer anderen Logik und braucht Automatisierung - während der Launch für einen betreuten Onlinekurs Ihre aktuelle Präsenz braucht.


Dies ist ein eigenständiger Unter-Artikel aus der Artikelserie "Von Spreu und Weizen". Hier gelangen Sie zum übergeordneten Leitartikel "die neue Marketing-Perspektive", der in das Thema einführt und zu allen Teilartikeln verlinkt:

Logo »von Spreu & Weizen«


Wie wichtig ist Marketing für Onlinekurs-Entwickler?


Ohne Marketing verkauft sich kein Onlinekurs! Marketing - so wie ich es gleich skizzieren werde - wird zum ständigen Bestandteil Ihres Arbeitsalltags werden. Aber das Tolle ist: Wenn Sie gerne lehren und Ihre Botschaften und Ihr wertvolles Wissen in die Welt geben möchten - dann können und sollten Sie das im Online-Marketing tun.

Als Ausblick kann ich schon mal verraten, dass fortgeschrittene Onlinekurs-Entwickler einen Großteil ihrer Zeit mit Marketing verbringen - um dann in ihren Kursen damit belohnt zu werden, immer mit Menschen zu arbeiten, die ihnen wirklich am Herzen liegen und die genau zu dem Kursangebot passen.

Fortgeschrittene Onlinekurs-Entwickler verbringen einen Großteil ihrer Zeit mit Marketing


So, aber jetzt genug der Vorrede! Wie gehen Sie vor, um Ihren Kurs zu launchen - also so auf den Markt zu bringen, dass Sie genug zahlende Teilnehmer gewinnen? Lassen Sie uns mit den Voraussetzungen starten, die da sein sollten, bevor Sie starten.


Voraussetzungen für erfolgreiches Kurs-Marketing


Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Vermarktung ihres Onlinekurses sind:

• Positionierung und gute Klarheit darüber, wer der Wunschkunde ist

• Erste Sichtbarkeit und Aufbau einer Community online


Positionierung:

Ich gehe davon aus, dass Sie wissen, wer Ihr Wunschkunde ist. Das muss nicht von Anfang an 100%ig kristallklar sein - und vor allem bekommen Sie das auch nicht heraus, indem Sie grübeln und noch mehr grübeln. Kontakt zu Menschen ist der Weg, um hier noch mehr Klarheit zu bekommen. Und nach Ihrem Launch-Prozess und dem Durchführen Ihres ersten Kurses werden Sie hier noch mehr Klarheit haben, versprochen.


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Lesen Sie zu diesem Thema auch den passenden Artikel aus dieser Serie vom Positionierungs-Experten Oliver Kissner: “Ihr Kunde, Ihre Nische”.



Sichtbarkeit / Online-Kontakt-Netzwerk:

Außerdem ist eine notwendige Grundvoraussetzung: Sie haben angefangen, online sichtbar zu werden und eine Community an Interessenten um Sie herum aufzubauen. Das bedeutet, dass Sie sich auf mindestens einer Social-Media Plattform bereits mit Menschen verbunden haben, die Ihr Thema interessant finden und die potenzielle Wunschkunden sind. Und es bedeutet, dass Sie bereits kostenlose Mehrwerte erstellen, wie zum Beispiel Blogartikel, Podcasts, Facebook-Live-Videos - und diese dann über Social Media verbreiten.

Wirklich, das muss sein?? Ja, wirklich, das ist unverzichtbar!

Onlinekurse an Selbstzahler zu vermarkten geht nicht anders als über kostenlose Inhalte, die genau den Nerv Ihrer Zielgruppe treffen und an sich schon hilfreich sind. Sie müssen als Person greifbar für die potenziellen Teilnehmer sein und Vertrauen aufbauen - denn die allermeisten Kurs-Themen verkaufen sich nicht über das Thema sondern über die Person dahinter.

Die allermeisten Kurs-Themen verkaufen sich nicht über das Thema sondern über die Person dahinter.


Sie als “Trainer” sind das, was die Kunden haben wollen! Ihre potenziellen Teilnehmer suchen in aller Regel nicht über Google nach einem Kurs zu dem Thema - sondern Sie werden durch den Austausch in Social Media und durch das interessierte Suchen nach passenden kostenlosen Wissens-Ressourcen auf SIE aufmerksam. Sie müssen also über kostenlose Inhalte zu finden sein.

Ich weiß aus Erfahrung, dass das vielen Coaches, Beratern und Trainern schwer fällt, weil “das Netz schon voll ist von kostenlosen Inhalten”, weil “Wissen Geld ist” oder aus anderen Gründen.

Wenn Sie über diesen Punkt hinweg sind - und mit Freude tolle kostenlose Mehrwerte schaffen und sich in Social Media beteiligen - ist der erste wichtige Schritt Richtung Onlinekurs-Vermarktung getan!


Phase 0: Den Launch vorbereiten


Wenn diese Voraussetzungen da sind und Sie jetzt in der Planungsphase für Ihren Kurs stecken, sollten Sie jetzt schon anfangen, aktiv zu werden mit Blick auf den Launch. Das ist in dieser Phase noch sehr entspannt, eher so wie jeden Tag eine kleine Münze ins Sparschwein werfen.

Am wichtigsten in dieser Phase ist es, Ihr Kontaktenetzwerk bewusst und gezielt aufzubauen. Sie brauchen nämlich nicht nur Interessenten (die werden über einen gut gemachten Launch dann schon kommen) sondern Sie brauchen Multiplikatoren. Kollegen und Gleichgesinnte, die bereits online sichtbar sind und Ihre Zielgruppe erreichen. Diese Multiplikatoren helfen Ihnen später, Ihre eigenen kostenlosen Inhalte, die zum Verkauf führen sollen, zu verbreiten.

Und die absolute Grundregel beim Netzwerken ist: Geben ist (viel) besser als Nehmen! Das ist in der Online-Welt nicht anders als offline!

Was Sie jetzt brauchen sind vor allem Multiplikatoren.


Also, machen Sie in dieser Phase den Anfang und kommentieren Sie bei Ihren Kollegen, teilen Sie deren Inhalte wohlwollend in den Social Media, stellen Sie höfliche Fragen über Social Media oder halten Sie einfach die Augen auf, was Sie für denjenigen tun können. Im Idealfall haben Sie damit natürlich schon vorher angefangen und es ist bereits in Fleisch und Blut übergegangen, die Inhalte anderer zu kuratieren und sich in den Social Media aufmerksam und hilfsbereit zu zeigen.

Gemeint ist nicht, “schleimig” zu sein und rein opportunistisch an’s Netzwerken heranzugehen - gemeint ist eine innere Haltung des kollegialen Miteinanders zu leben! Das verstehe ich unter “beziehungsorientiertem Online-Marketing” - aus meiner Sicht die nachhaltigste Form des Online-Marketings*.

Dieses Marketing setzt auf langfristige Beziehungen - sowohl zu Kollegen und Gleichgesinnten als auch zu Interessenten und Kunden. Und das empfinde ich als sehr befriedigend, fruchtbar und erfüllend!

Was Sie außerdem in dieser Phase tun sollten, ist, sehr gut hinzuhören bei Ihrer Folgerschaft. Nutzen Sie Ihre “Liste”, um in Kontakt zu kommen, um mehr zu erfahren darüber, wie diese ihre aktuellen Wünsche und Probleme beschreiben. Machen Sie nicht den großen Fehler, Ihren Onlinekurs rein aus Ihrer Expertenwarte heraus zu entwickeln! Das ist sowohl für die Qualität Ihres Kurses nicht gut, der dadurch sehr leicht an den Bedürfnissen der Online-Lerner vorbeigehen kann - als auch für Ihr Marketing.

Gehen Sie frühzeitig offen damit um, dass Sie einen Kurs entwickeln. Nutzen Sie Umfragen oder einfache Fragen in Ihrem Newsletter ebenso wie persönliche Chats oder sogar Einzel-Gespräche dazu, mehr darüber herauszufinden, wo Sie Ihre Online-Kundschaft am besten abholen können.

* Diesen Begriff habe ich von Tom Oberbichler, der in seinem Buch “Mission Bestseller” diese Form des Marketings sehr ausführlich beschreibt. Absolut empfehlenswert auch für Onlinekurs-Entwickler.


Phase 1: Pre-Launch


Der Pre-Launch ist die Phase, in dem Sie langsam aber sicher durchsickern lassen, dass es einen Kurs von Ihnen geben wird und dass der bald buchbar ist. Das Ziel ist es, die Neugierde zu wecken und eine positive Vorfreude zu schaffen.

Wecken Sie Neugierde und positive Vorfreude.


Wenn Sie schon eine Liste bzw. Folgerschaft haben, können Sie auch schon den “Frühbuchern” das Kaufen ermöglichen. Gerade, wenn es noch eine Weile dauern wird, bis der Kurs startet, empfiehlt es sich auch, Interessenten zu ermöglichen, sich unverbindlich in eine Pre-Liste einzutragen. Gemeint ist ein Segment Ihres Email-Programms, über das Ihre Teilnehmer sich über eine kurze Anmeldeseite eintragen können (“Ja, ich bin interessiert, bitte halten Sie mich auf dem Laufenden”). Diese Pre-Liste können Sie dann gezielt mit Infos versorgen und z.B. auch hinter die Kulissen blicken lassen.

Auch in dieser Phase geht es nicht um Quantität, sondern darum, in echten, authentischen Austausch mit den Menschen zu kommen! Sie zeigen sich wie ein Künstler, der Einblick in sein Atelier gewährt - und entwickeln Ihren Kurs nicht hermetisch abgeriegelt von der Welt im “stillen Kämmerlein”. Und auch das ist Marketing!


Phase 2: Launch


In dieser Phase wird getrommelt - und zwar nicht nur direkt für Ihr Angebot, sondern auch für das kostenlose Angebot, mit dem Sie zum Kurs hinführen! Dazu gehört, zeitweise überdurchschnittlich sichtbar zu sein in den Social Media und bei Ihren Lesern, Hörern und Newsletter-Empfängern. Dabei helfen Ihnen auch Ihre Multiplikatoren und Ihr schon vorher gestärktes Beziehungs-Netzwerk!

Bündeln Sie Ihre Netzwerk-Kräfte und werden Sie überdurchschnittlich sichtbar.


Denn, um ausreichend Teilnehmer zu finden, ist an dieser Stelle Masse nötig. Es geht im Kern aber immer noch darum, mit Qualität und Beziehungen zu punkten. Daher sollten Sie es unbedingt ernst meinen und wirklichen Mehrwert bereitstellen während Ihres Launches.

Wie viele “kostenlose Videokurse” oder “Webinare” haben Sie schon gesehen, die nur voll von Worthülsen und leeren Versprechungen waren? Machen Sie es besser - und gehen Sie mit der inneren Haltung ran, den Menschen wirklich voranzuhelfen! Wenn Sie damit begeistern, dann schaffen Sie Vertrauen und können auf der Basis die Interessierten einladen, mit Ihnen in Ihrem Onlinekurs weiterzuarbeiten und das Thema zu vertiefen.

Und: Bitte nicht vor lauter kostenlosem Mehrwert das Verkaufen vergessen! Beides gehört zusammen.

Während der Launch-Phase tun Sie alles, damit jetzt genau dieser “Spreu-vom-Weizen”-Trennungsprozess gut ablaufen kann, den Sie vorher schon vorbereitet haben: Wer gerade das Kursthema braucht, wer sich von Ihrem Stil, Wissen zu vermitteln und von Ihren Inhalten angezogen fühlt, der soll zum Kaufen angeregt werden. Gerne auch mit Hilfe von (dosiert eingesetzten) Rabattaktionen oder ähnlichen Verknappungs-Methoden.

Und die, für die das Thema gerade nicht so dringend ist, die mit Ihnen nicht in Resonanz sind, die eigentlich etwas anderes brauchen, werden “aussortiert” - was möglich wird, weil Sie sehr transparent werden in dieser Phase.


Phase 3: Abschluss-Phase


Das ist die Abschluss-Phase. Verkaufen tun Sie auch schon direkt innerhalb oder kurz nach der kostenlosen Launch-Aktion. Aber Sie dürfen nicht zu früh aufgeben und daher gibt es diese Phase auch noch: In den letzten Tagen vor dem Start des Kurses geben Sie noch mal Gas!

Kurz vor dem Start des Kurses geben Sie noch mal richtig Gas!


Sie schreiben Mails und erinnern an den Start des Kurses. Sie greifen Fragen aus der Launch-Phase auf und schreiben dazu Blogartikel oder Newsletter. Sie lassen in den Social Media nicht locker und verweisen immer wieder auf den bald startenden Kurs.

Faustregel: Wenn Sie sich selbst schon nicht mehr hören können, dann ist es immer noch nicht genug :) Man wiederholt sich gefühlt sehr häufig und hat selbst das Gefühl, die Leute sehr zu “nerven” - aber in der Regel kommen trotzdem noch Rückmeldungen wie “ich wäre gerne nochmal erinnert worden”.


Fazit


Einen Onlinekurs mit einer ausreichend großen Zahl an zahlenden Teilnehmern zu füllen, ist aufwändig! Das Marketing über kostenlose Inhalte in Kombination mit dem Aufbau und der Pflege nachhaltiger Beziehungen zu Interessenten und Multiplikatoren nimmt im Leben eines Onlinekurs-Entwicklers einen großen zeitlichen Anteil ein.

Aber gleichzeitig kann diese Art, Marketing zu betreiben, gerade für uns, die wir wertvolle Botschaften für die Welt haben, sehr erfüllend und befriedigend sein: Über das eigene Thema lehren zu können, fruchtbare Beziehungen aufzubauen und damit noch gutes Geld verdienen, weil sich Kurse mit passenden Teilnehmern finden.

Ehrlich: Für mich ist das “der Himmel auf Erden”! Einfach nur toll, dass wir diese Möglichkeiten haben! Nutzen Sie diese und bringen Sie damit Ihr Wissen in die Welt - im Marketing und in Ihren bezahlten Kursen

Bleiben Sie dran!


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Über die Autorin


Marit Alke hilft Coaches, Beratern und Dienstleistern dabei, ein nachhaltig erfolgreiches Onlinekurs-Business aufzubauen.

Mit Onlinekursen, die Wert schaffen - die also sowohl den Kunden wirkungsvoll voranhelfen als auch dem Anbieter als erfüllende Einkommensquelle dienen.

Da dieses Ziel nicht über Nacht zu erreichen ist, plädiert sie für “entspanntes Hineinwachsen ins Online-Business”.

Ihren Podcast "Online-Business Lounge" und Ihren Blog finden Sie unter www.marit-alke.de

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